gedankenmuster

Immer dieselben Überzeugungen – 3 Tipps zur Hilfe beim Umgang mit alten Gedankenmustern

Schluss mit alten Überzeugungen und Gedankenmustern

Woher kommen die Gedanken, die zu unseren Überzeugungen und Gedankenmustern führen?

Gedanken sind die Basis sind für unser Verhalten, und genau aus diesem Grund werden wir uns in den nächsten Zeilen mal mehr damit beschäftigen, wie es eigentlich sein kann, dass wir so viele negative Gedanken mit uns rum schleppen. Außerdem gibt es die 3 Tipps zur Hilfe im Umgang mit diesen Gedankenmustern.

Dazu machen wir mal einen kurzen Ausflug in das Gehirn. Wenn wir unser Gehirn aufteilen würde in einen Kreis, dann hätten wir in der Kreismitte das Reptiliengehirn (Stammhirn). Eine Schicht weiter außen das limbische System und außen die Großhirnrinde. Achtung, dieses Thema ist sehr umfassend, daher wird es dazu eine Live Session in meiner Gruppe geben zusätzlich. Komm gerne dazu.

Die unterschiedlichen Gehirn „Themen“

Das Reptiliengehirn, der älteste Teil in der Evolution gesehen, ist das primitivste Gehirn. Im Laufe von Millionen von Jahren hat sich unser heutiges menschliches Gehirn von seiner Basis, dem Hirnstamm weiterentwickelt. Es geht ums Überleben und steuert unsere Instinkte und Reflexe: Verdauung, Fortpflanzung, Kreislauf, Atmung, …

Hier befinden sich auch unsere drei Notfallprogramme KAMPF, FLUCHT und ERSTARRUNG, die anspringen, wenn die Amygdala dem Stammhirn signalisiert, dass hier Gefahr besteht.

Wenn das zu oft passiert, dann sind wir dauerhaft im Stress. Kurze Reflektion für dich:

  • Wann passiert das?
  • Kennst du das von der aktuellen Situation?
  • Welche Beispiele fallen dir ein?

Wenn das Stammhirn aktiviert ist und sich der Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet, sind wir nicht bzw. nur sehr bedingt in der Lage logisch und lösungsorientiert zu Denken und zu Handeln, was zu einer echt übertriebenen Reaktion führen kann.

Im limbischen System, dem mittleren Teil unseres Gehirns sind unsere Emotionen, Gefühle, Kindheits- und Verhaltensmuster, Erinnerungen, Erfahrungen und unsere Glaubenssätze abgespeichert. Hier entstehen Gefühle, wie zum Beispiel Angst, Schrecken, Wut und Freude. Emotionen haben einen starken Einfluss auf unser Denken und Handeln.

Emotionen und Gefühle waren früher für unser Überleben verantwortlich. Der Mensch musste Gefahren erkennen, einschätzen und sich auf Kampf oder Flucht vorbereiten.

Die Großhirnrinde ist die jüngste in der Entstehungsgeschichte. Hier findet rationales, logisches und lösungsorientiertes Denken statt. Hier lernen, planen und nehmen wir wahr. Diese Ebene kontrolliert bewusst ausgeführte Bewegungen und überwacht unsere Selbstregulierung.

Es macht also durchaus Sinn, wenn wir in einer Ausnahme Situation „erscheinen“, dass wir versuchen unser logisches Denken wieder ein zu schalten.

Wichtige Fragen

2 wunderbare Fragen, die uns immer wieder helfen, uns ins JETZT zu holen und unsere Gedankenmuster und Überzeugungen zu überdenken sind:

1) Dein heutiges Leben, mit allem was dazu gehört, was du hast, bist, machst und fühlst, ist die Antwort auf die Fragen, die du dir in den letzten Monaten und Jahren gestellt hast!
2) Dein heutiges Leben, mit allem was dazu gehört, was du hast, bist, machst und fühlst, ist das Ergebnis der Gedanken, die du in den letzten Monaten und Jahren hattest!

Bei großen Themen (Finanzen, Business, Beziehungen) gehe ich von einem Zeitraum von 2 Jahren aus.

SO- UFF – ich weiß, so manch eine bekommt bei diesen Aussagen Schnappatmung. Und ich kann dich gut verstehen, deswegen jetzt gleich:

1) Atmen – NEIN das heißt nicht, dass du an allem Schuld bist/hast
2) Nein du bist nicht Schuld an Traumata die aus der Tiefe der Jugend kommen – alles was im Alter zwischen 0-8 gepflanzt wurde ist von deinem Umfeld (ungefilterte Gedanken, da noch kein Filter), das bedeutet spätere Erlebnisse sind auch davon abhängig wie schwerwiegend die Glaubenssätze der Kindheit sind. Also NEIN du hast kein Schuld.
3) JA – das bedeutet du kannst mit deinen Gedanken und Fragen von heute nachhaltig dein Leben zum Positiven beeinflussen.
4) JA – du darfst genau hinschauen in welchen Lebensbereichen es gerade nicht so gut läuft, und was du zu diesem Bereich in den letzten Jahren für Gedanken hast

Fragen, die zum Beispiel ins „Negative ziehen“ sind:
– warum ziehe ich immer die Falschen Männer an?
– warum hab ich nie Geld, bin ich pleite, bekomme ich keine guten Jobs
– bin ich es nicht wert…. zu haben

Reflektion:

Was hältst du von diesen Gedanken? Was macht das mit dir?
Welche Gedanken/Fragen möchtest du jetzt denken/Dir stellen und in welchem Lebensbereich (siehe Ziele?)

Nun aber nochmal: Von wem kommen eigentlich die Gedanken?

Die Gedanken passieren …tja wo eigentlich, im Gehirn? Echt? Hm, wenn man das Gehirn auseinandernimmt, findet man dann Gedanken? Du siehst schon, gar nicht mal so einfach, WO denn nun diese Gedanken wirklich sind.

Nun gut, lassen wir mal dahin gestellt, dass Gedanken nicht anfassbar sind, aber wer macht sie denn? Und da kommt ein guter alter Freund ins Spiel. Oder auch eine Freundin. Der Wachhund. Schweinehund. Der innere Kritiker. Das innere Teufel. Die innere Kritikstimme. Und es gibt noch unzählige Namen mehr. Der macht die Gedanken?

NEIN …. aber er nutzt sie. Und da er das immer und immer wieder tut, die Gedanken verwandelt, von Fantasien in Ideen, von Ideen in Wahrnehmungen, von Wahrnehmungen in Überzeugungen… und schwupp sind wir bei Überzeugungen, die wir immer mehr in unser Leben aufnehmen, als Tatsache anerkennen und wirklich unser Leben danach ausrichten – und das bedeutet eine klare Struktur, ein klares Muster zu haben.

Ist das jetzt schlecht, dass er das tut? Und warum macht er das? Nein, das ist nicht schlecht, denn er macht das in erster Linie, um Energie für das Gehirn zu sparen und auch um uns zu schützen. Er hat gelernt, dass manche Verhaltensweisen für dich (überlebens)wichtig sind und besteht darauf, dass sie es bleiben. Dass du 50 Jahre später vielleicht an einem anderen Punkt bist, das ist ihm egal.

Um also die Frage zu beantworten, woher kommen die Gedanken, dürfen wir fragen, wo hat der Wachhund sie her? Und die Antwort ist – aus dem Unterbewusstsein, verbunden an die Erfahrungen und Erlebnisse der Kindheit, vor allem in den ersten 8 Jahren. In dieser Zeit gelangen die Gedanken und Erfahrungen anderer direkt ins Unterbewusstsein, da sie noch nicht gefiltert werden.

Wenn also damals die Aussagen „sei ruhig, sei brav, red‘ nicht dagegen, du bist nicht gut genug, das schaffst du nicht,..“ bei dir ankamen, dann sind sie direkt gespeichert worden. Der Wachhund versteht das und beginnt eine Strategie zu entwickeln, dich zu schützen:

Diese Strategie kann sehr unterschiedlich sein, ist immer individuell und doch gibt es bestimmte „Kategorien“ an Schutzprogrammen, die sich immer wieder finden lassen. Diese kann man auch sehr gut im Enneagramm anschauen – wenn du Infos dazu möchtest melde dich gerne bei mir.

Reflektion:
Welche Aussagen sind wohl bei dir ungefiltert angekommen?
Was für ein Schutzprogamm hat dein Wachhund entwickelt und immer wieder umgesetzt?
Wann merkst du auch heute, dass dein Programm anspringt, obwohl es jetzt echt nicht passend ist?

Was mach ich nun mit meinen alten Strukturen?

Wir haben also gesehen, dass wir in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht haben und aus unseren Wahrnehmungen sind Überzeugungen geworden. Das bedeutet aber auch, dass unser Schutzprogramm (Wachhund, innerer Kritiker,..) dafür sorgt, dass wir „immer dasselbe“ denken und wir somit immer wieder Schleifen der Vergangenheit erschaffen (einen interessanten Blog Artikel zum Thema Schleifen findest du hier).

Warum ist das so? ​​

Das Gehirn sucht Kohärenz, um Energie zu sparen. Wo findet das Gehirn Kohärenz? In gewohnten Gedanken. Dabei ist es irrelevant ob die Gedanken gesund (ich bin wertvoll, zuversichtlich und stark) oder komplett sabotierend sind (ich schaff das eh nicht, ich bin nicht gut genug, ich werde immer versagen, ich brauch Süßigkeiten etc).

Weil also das Gehirn in einer Situation im JETZT, die herausfordernd ist, eine möglichst kohärente Lösung sucht, gelangt es sehr schnell in gewohnte Pfade, denn auch wenn diese ungesund sind, so kennt das Gehirn sie und empfindet sie deswegen als kohärent.

​Wenn wir dann erstmal im Denken (ich schaff das eh nicht) drin sind, dann werden wir immer eine Bestätigung finden, in dem wir uns auch so verhalten (machen) und somit auch die Ergebnisse und das dazu gehörige Gefühl bekommen (fühlen). Dies nicht unterbrochen führt zu einer Abwärtsspirale.

Wir wissen, dass die Spirale auch andersrum funktioniert, das heißt wir dürfen üben, das Kohärenz Bedürfnis des Gehirns nicht so ernst zu nehmen, dass ALLES recht ist, um Kohärenz zu schaffen, denn wir können durch unsere neuen Gewohnheiten immer mehr Kohärenz schaffen (die kleinen Erfolge schaffen Kohärenz).

Dabei nie vergessen, die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit. Wenn du also deinen alten Gedankenmustern folgst, dann setzt du darauf deine Aufmerksamkeit, und somit folgt dir deine Energie. „where focus goes energy flows“.

Reflektion:

  • Welche Gedanken kommen immer wieder bei dir? In welchem Lebensbereich oder an welche Personen/Erlebnisse gekoppelt?
  • An was erinnert dich das?
  • Welches Schutzprogramm hast du dir angewöhnt „dagegen“?
  • Merkst du bereits, dass es ein Programm ist, welches du ändern kannst?

3 Tipps zur Hilfe im Umgang mit diesen Gedankenmustern

  1.  Erkennen deiner eigenen alten Muster und dem dazu gehörigen Schutzprogramm (wenn du dabei Unterstützung brauchst, dann empfehle ich dir, mit mir gemeinsam mal das Hopirad anzuschauen – INFO HIER oder einfach mal kostenlos mit mir zu plaudern)
  2. Verstehen und Auflösen der alten Überzeugungen, Gedankenmuster und dazu gehörenden Gefühle
  3. Aufbauen neuer Gedankenmuster durch neue Gewohnheiten: Üben üben üben und dranbleiben

Und genau dafür gibt es ja meine Unterstützung meine Gruppen. Freue mich, wenn du dabei bist und wir den ganzen alten Gedankenballast hinter dir lassen und das Leben kreiieren, welches du dir wirklich wünschst!

Deine Popotreterin mit Herz

Simone

PS: Wenn du direkt durchstarten möchtest und deine Strukturen, die dich von einem gesunden Nein abhalten, auflösen möchtest, dann melde dich doch bei mir zu einem kostenlosen Beratungsgespräch: www.simonejanak.de/beratungespraech

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