Neid, das Glashaus und 3 Anmerkungen dazu

Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

Auch wenn es ein unbekannter Verfasser war, das Zitat gibt doch zu denken.

Heute geht es also um das schöne oder weniger schöne Thema Neid. Aber ihr werdet sehen, es gibt dazu nicht nur 3 Anmerkungen sondern auch eine kleine Geschichte.

Was bedeutet Neid überhaupt?

Schauen wir uns mal die Definition zuerst an:

Neid bezeichnet den Wunsch der neidenden Person, selbst über mindestens als gleichwertig empfundene Güter (materieller oder nicht materieller Art) wie die beneidete Person zu verfügen. Interessant, es geht also um einen „nicht erfüllten“ Wunsch, der uns vor die Nase gesetzt wird.  Wir wünschen uns etwas, was jemand anderes hat. Soweit so gut, aber was macht das nun so schlimm? Der Unterschied liegt wohl im „nicht gönnen“ oder? Zumindest so der negative Touch, den das Wort Neid inzwischen hat.

Wer ist neidisch?

ALSO ICH NICHT. Ich kenne Neid nicht…. das habe ich in letzter Zeit sehr häufig gehört. Verbunden mit den Worten „ich gönne das allen“ „ich bin doch nicht neidisch“ (weil das „ist MAN ja nicht“ „man ist ja bescheiden“) – aber Achtung, wie sieht es dann mit meinen Wünschen aus?
Gibt es denn positiven Neid? Also einen Wunsch, der uns veranlasst aktiver zu sein?

Ich gehe den Dingen ja gerne auf den Grund, deswegen finde ich das Sprichwort „wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen“ hier sehr passend und teile mit euch meine 3 Anmerkungen dazu:

Meine 3 Ideen dazu

Ich denke Neid ist menschlich. Jede „Todsünde“ egal was wir davon halten und ob es sie gibt, ist menschlich, sonst wäre sie nicht da. Sie kommt aus unseren tiefen Wünschen und Bedürfnissen sei es Anerkennung/ Liebe/ Sicherheit/ Kontrolle.

Ich halte nichts von schwarz weiß denken, dazu ist mir persönlich die Welt viel zu komplex bisher untergekommen.

  1.  Empfinde ich Neid manchmal als „schlecht“ ? JA, denn er kann sehr abwertend und trennend werden.
  2.  Empfinde ich Neid manchmal als „angenehm“ ? JA, denn wenn jemand neidisch auf mich ist, dann gibt mir das ja Anerkennung, und ich habe auch gerne Anerkennung (wer frei von Sünde ist, der..)
  3.  Empfinde ich Neid manchmal als Ansporn? JA, denn wenn ich etwas ersehne, dann erweckt das einen Wunsch in mir. Und wenn ich diesen Wunsch mir selbst erfüllen möchte, dann komme ich ins Handeln, gehe neuen Ideen nach und finde Wege.

Ist das nun eine Ode an den Neid 🙂 NEIN! Es ist eine Ode an das Bewusstsein eines jeden Einzelnen, in sich zu gehen und ehrlich sich selbst zu antworten, wie das mit seinen eigenen Wünschen denn so ist.

Ein interessante Video dazu findest du in meiner Facebook Gruppe Vom Mädchen für alles zur Powerfrau! 

Dazu noch eine Geschichte

 

Endlich konnte sich der kleine Igel wieder einmal so richtig fein satt essen. Nachdem er im Wald nämlich vergeblich nach Futter gesucht hatte, war er am Abend in einen Menschengarten geschlüpft. Dort hatte er in den Gemüsebeeten und zwischen den Salatköpfen viele leckere Schnecken zum Verspeisen gefunden. Was für ein Glück!

Bald nämlich würde der Herbst und mit ihm auch bald die kalten Tage kommen. Bis dahin musste sein magerer Igelbauch noch mächtig wachsen. Fit musste er sein für die Zeit des langen Winterschlafes. Als nun der Morgen kam, war er zum ersten Mal seit vielen Tage wieder einmal so richtig satt.

„Ah! Das tut gut!“, sagte er und blinzelte den ersten Sonnenstrahlen zu. „Ein satter Bauch macht zufrieden. Oh ja, sehr zufrieden bin ich.“
„Satt?“, schnurrte die alte Katze, die gerade von ihrem nächtlichen Ausflug zurückkehrte. „Das klingt gut. Das … Das macht mich gerade neidisch. Mir knurrt der Magen. Jagdglück hatte ich im Gegensatz zu dir nämlich keines.“
„Was ist ,neidisch’?“, fragte der kleine Igel.
Die Katze verzog das Gesicht zu einer Grimasse und der kleine Igel könnte nicht erkennen, ob sie nun lachen oder weinen wollte. Dieses ,neidisch’ schien kein nettes Wort zu sein.
„Neidisch ist eine wenig schöne Angewohnheit der Menschen“, erklärte die Katze da. „Bei ihnen höre ich manchmal davon. Es ist, wenn man etwas haben möchte, was einem anderen gehört oder was ein anderer gefunden hat. Man ärgert sich auch dabei. Manchmal ist man dabei auch ein bisschen traurig.“
Das verstand der kleine Igel nun nicht. „Und?“, fragte er wieder. „Du willst also meinen satten Bauch haben? Bist du deswegen gerade ein bisschen wütend oder traurig oder beides? Sag, möchtest du vielleicht auch ein paar Schnecken fressen?“
Da musste die Katze lachen. „Siehst du, so ist das mit dem Neid. Man verhält sich dumm und will Sachen haben, die man gar nicht brauchen kann. Nur weil ein anderer daran eine Freude hat.“ Sie kicherte. „Nein danke. Mit Schnecken habe ich nichts am Hut.“
Was war ein Hut?

Der kleine Igel wunderte sich schon wieder, aber er mochte die Katze danach nicht auch noch fragen. Am Ende würde sie denken, Igel seien dumm. Und wer wollte so etwas schon zugeben wollen? Aber über diese Sache mit dem Neid würde er nachdenken, jetzt gleich, wenn er zu einem Schläfchen bis zum nächsten Abend in seinem Schlafplatz unter dem Holzstapel lag. (Elke Bräunling)

Was sagst du zu der Geschichte?
Was ist generell deine Meinung zu Neid?

Haltet euren Geist rein und euer Herz offen. Habt Vertrauen und Zuversicht.
#wirmachendasjetzt
#ichbinda
Eure Simone

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